Eine echte Show in Furkern…

Ein Saal voller Stimmung in Moosdorf – das ist das Fazit von „Fest g´spielt und schön g´sunga“ in Furkern. „Ich kann euch nur gratulieren und ein großes Kompliment machen…“, schrieb Bundesrat Ferdinand Tiefnig heute in einer EMail.

Jugendevent_Abend_043_4kAber worum ging es eigentlich? Es war die Chance für 8 Vereine und Institutionen in Moosdorf die auch einen Schwerpunkt bei der Jugendarbeit haben oder die sich per Defintion um Kinder und Jugendliche in Moosdorf kümmern ein bißchen Extrabudget zu erspielen. Ausflüge oder zusätzliches Spielmaterial – das waren bei der ersten Fragerunde so die Wünsche der „Gladiatoren“ des Abends. Denn es spielten nicht etwa die Kinder sondern die Erwachsenen für die Kinder. Aber beim stecken der Ziele blieb man vorsichtig: 150 Euro waren so die Obergrenze, die die Spieler als Möglichkeit sahen…

Jugendevent_Abend_044_4kDie Stimmung war bombig und selbst die kleinsten Besucher amüsierten sich königlich – nicht zuletzt über „ihre“ Erwachsenen die auf der Bühne um Punkte kämpften. Die Bilder geben ein wenig Einblick in die Stimmung auf der Bühne und vor der Bühne. Mit einer Mischung aus Aktionsspielen, Rätselrunden, Musik und Gesang bot die ArGe Kultur einen bunten Abend der sich „…hinter einer echten Fernsehshow nicht verstecken muss…“, wie es mehrere Besucher formulierten. Das freut die veranstaltende ArGe Kultur. Aber der Reihe nach.

Los ging es mit einem Film, der mit spektakulären Luftaufnahmen erstmal dafür sorgte, dass die Show anfing, wie so eine Show eben anfangen muss: die Spielearena beim Wirt z´ Furkern wurde dem staunenden Publikum erstmals von oben vorgestellt. Wer es noch nicht gesehen hat – hier ist das Video.

Jugendevent_Abend_041_4kAber damit ging es erst los… Mit Filmen, kurzen Gesprächen und natürlich „strengen“ Regeln wurde klar gemacht: das hier ist eine ernste Sache – die aber allen Spaß machen soll. Eine himmlische Jury bestehend aus Pfarrer Ferdinand Oberndorfer und Mesner Wolfgang Schreckelsberger wachte über die Einhaltung von Regeln, über das zählen von Punkten und darauf, dass der Moderator des Abends, Dorfchronist Christian Spanik, nicht falsch wertete…Aber auch dieser Jury trieb es oft die Tränen in die Augen – vor Lachen.

Jugendevent_Abend_046_4kJugendevent_Abend_048_4kAlleine schon als prominente Test-Kandidaten die Spiele erstmal auf der Bühne antesten mussten war der Spaß vorprogrammiert. Bürgermeister Manfred Emersberger und Frau mussten Dosen werfen. Aber leider mit Federbällen – was die Sache deutlich komplizierter machte. Und Feuerwehrchef Johann Huber und der Hackenbuchner Musikerchef Kilian Fuchs versuchten die Moosdorfer Version von Darts: mit „Abflussaugern“ – also Gummistoppeln die man eigentlich braucht wenn der Abfluss verstopft ist. Damit musste eine Scheibe so getroffen werden, dass der im Spiel „Klopömpel“ genannte Saugnapf haften bliebt. Leichter gesagt als getan wie Prominente und später auch Spieler feststellten.

Klopömpel & Federballe als „Gegner“

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Und der Ehrgeiz der Spieler war groß an diesem Abend. Ob beim Dosenwerfen, Klopömpel schleudern, beim Rückenball oder beim Eierlauf. Es gab kein halten, bremsen oder dergleichen – schließlich wollte jeder soviel wie möglich für „seine“ Kinder herausholen…

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Um sich zwischendrin zu erholen, konnten die Spieler auf die musikalische Seite von Moosdorf zählen. Die Straßberg Musi spielte auf und auch der Moosdorfer Jugendchor hatte einige Auftritte. Wobei man sich wunderte wie sehr die Jungen und Mädchen diszipliniert sangen, obwohl sie noch Sekunden vorher aus vollem Hals ihre Spieler anfeuerten. Ein Besuch im Marionettentheater war vorher als Ziel des Abends genannt worden – und damit waren die Kleinen unten mindestens genauso wild aufs gewinnen wie die Großen oben.

Geschick & Köpfchen zählten

Jugendevent_Abend_073_4kJugendevent_Abend_106_4kAber nicht nur Aktion war gefragt – auch Köpfchen war wichtig. Denn es musste auch geraten werden: zum einen in einer besonderen Version von „Dalli Klick“. Hier ging es darum Motive aus Moosdorf zu erraten. Und wahrlich nicht nur so einfache Sachen wie Gemeindeamt oder Kirche – sondern auch schwere Motive, von denen das Bild nur Details zeigte. Und dann gab es noch Quizfragen in der Abschlussrunde, die es wirklich in sich hatten. Jede Frage kam aus den jeweils anderen Gruppen: und auch die Zuschauer hatten äußerst unterschiedliche Meinungen dazu, wie viele Stunden wohl ein Moosdorfer Volksschüler im Schnitt in der Schule verbringt – über die vier Jahre seiner gesamten Schulzeit versteht sich. Und wie alt sind wohl die heute, die damals als erste in den Moosdorfer Kindergarten gingen?

Wie im Fernsehen: Show mit Überzug aber voller Spannung

Jugendevent_Abend_037_4kDie Aufgaben für die Kandidaten waren vielfältig, der Spaß und die Spannung für die Zuschauer aber offenbar auch. Mehr als drei Stunden fesselte die Show die Besucher. „Ich hab gar nicht auf die Uhr geguckt…“, sagte Christa Nobis. „Das war so kurzweilig…“ Und so mancher bemerkte erst gegen halb elf, dass er noch gar nichts gegessen hatte. Zum Glück war der Wirt z´Furkern mit dem tollen Service- und Küchenteam auf solche Notfälle vorbereitet und servierte bis spät in den Abend hinein noch Essen. „So haben wir vorher wenigstens auch ein bisschen schauen können…“, freut sich die Chefin.

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Jugendevent_Abend_089_4kVolkschuldirektor außer Dienst, Josef Gerauer versuchte kurzfristig mit kreativen Ideen wie Finger draufhalten oder das Ei festkleben die Regeln für die Kandidaten zu erleichtern – aber war dann doch beruhigt nach seinem eigenen Test beim Eierlaufen gemeinsam mit der neuen Direktorin Susanne Wanitschka:

„Die Aufgaben sind alle lösbar – aber ich bin froh, dass ich nur mal testen musste und nicht für die Punkte veranwortlich war… Und ansonsten haben wir uns köstlich amüsiert.“, sagte er nach dem kurzen Bühnenauftritt. Eine kleine Enttäuschung musste Bürgermeister Manfred Emersberger verschmerzen: „Ich hatte beim Voting auf Moosdorf.net als man abstimmen konnte was der Moderator am Abend anziehen soll mit der ganzen Familie auf allen verfügbaren PCs dafür gestimmt, dass Christian im Smoking moderiert…“, erzählt er lachend am Rand der Veranstaltung. „Darin wollte ich ihn unbedingt mal sehen… Aber die Mehrheit hat sich dann doch für Tracht entschieden. Und das war auch mal was ganz neues…“

Jugendevent_Abend_038_4kStimmt: denn die „Lederne“ wurde extra für den Abend ganz neu angeschafft. Als Stylistin hatte Christine Gerauer geholfen, damit alles gut zusammenpasste. Und der Überraschungseffekt beim Publikum war groß. Dachten doch alle, Tracht heisst dann wohl eher sowas wie ein „Salzburger“.

„Es war witzig, mal was ganz anderes anzuziehen. Und der Abend war mir die Investition auch wert.“, meinte Christian. „Aber das wichtigste war, dass die viele Zeit die alle in das Projekt investiert haben so toll vom Publikum belohnt wurde.“

Jugendevent_Abend_051_4k„Die Familie Kunzier, angefangen von Vater, Mutter, Manuela und Wolfgang bis hin zu Freund René Krallinger haben enorm viel Energie in die Technik hinter der Show gesteckt. Redaktionell hat die TV-Redakteurin Cornelia Schmid, Mitarbeiterin bei Christian Spanik den Ablauf mit entwickelt und betreut und vor allem die Filme mit ihren Kollegen gemacht.“, ergänzt Ludwig Wolfersberger. Roland Andraschko hat die Show mit seiner fachlichen Unterstützung in Sachen Ton für Moderation, Spielerunden und Filme toll unterstützt. Und ohne Willi Webersberger wären die Akteure mehr als nur im dunklen gestanden. Denn der musste die komplizierte Lichttechnik zwischen den verschiedenen Varianten der Sachen die auf der Bühne passierten im Griff haben. Und ohne  „Franz & Franz“ (also Franz Weber und Franz Plank) die auf der Bühne die Requisiten brachten, die Spiele auf- und abbauten und zusammen mit Barbara Zimmermann dafür sorgten, dass alles inklusive Kandidaten rechtzeitig da sein musste wo es hingehört, wäre das Ganze unmöglich gewesen. „Aber last but not least muss man einfach den Hut ziehen vor dem Obmann der ArGe Kultur, Ludwig Wolfersberger.“, fügt Christian auf der Bühne aber auch noch zu später Stunde im Wirt z´Furkern hinzu: „Der hatte nicht nur die Idee so einen Abend zu machen, sondern auch den Mut das so mit allen Beteiligten durch zuziehen!“

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40 Sponsoren halfen dabei, dass die großartige Summe von 2.170 Euro ausgespielt werden konnten. Die Sponsoren aus der Moosdorf und der Region legten die Basis und die Zuschauer mit ihrem Eintrittsgeld stockten dann auf. Weil alle 61 Aktiven vor und hinter der Bühne ehrenamtlich arbeiteten und auch Fotograf Fritz Renzl auf ein Honorar verzichtete konnte praktisch das ganze Geld das so eingenommen wurde an die spielenden Vereine für die Jugendarbeit ausgezahlt werden.

Jugendevent_Abend_105_4kUnd ganz am Schluß (nach Mitternacht) konnte sogar noch der Geburtstag von Veronika Esterbauer von der Straßberg Musi gefeiert werden. Alles Gute auch von uns.

Und so gab es am Ende des Abends nur Gewinner: von den Vereinen, über das Publikum bis hin zu den Sponsoren, waren alle mit dem Ergebnis des Abends mehr als nur zufrieden. Und alle gesteckten Ziele wurden weit übertroffen.

Und hier noch der Link zum großen Bilderalbum des Show-Abends… Einfach auf das Bild klicken: Jugendevent_Abend_013_4k

Moosdorf Live

Mein Name ist Christian Spanik. Ich bin der Moosdorfer Dorfchronist und verantwortlich für Inhalte und Konzepte der Moosdorfer Gemeindemedien wie Moosdorfer Bote, Moosdorf Live auf Facebook und Moosdorf Live im Internet unter der Adresse www.moosdorf.net

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