Ein Blick in die Zukunft – 30 Millionen sollen in Moosdorf investiert werden

Moosdorf Live

Mein Name ist Christian Spanik. Ich bin der Moosdorfer Dorfchronist und verantwortlich für Inhalte und Konzepte der Moosdorfer Gemeindemedien wie Moosdorfer Bote, Moosdorf Live auf Facebook und Moosdorf Live im Internet unter der Adresse www.moosdorf.net

4 Antworten

  1. Edith Friedl sagt:

    Mein Kommentar zum „Blick in die Zukunft“

    Der vielzitierte „Moosdorfer Weg“ hat leider eine sonderbare Richtung eingeschlagen. Der einstimmige Beschluss des Gemeinderates macht mich traurig – war jedoch vorhersehbar. Der Moosdorfer Bevölkerung wurde zwar gezeigt was geplant ist, von früher und breiter Einbindung kann jedoch nicht die Rede sein. Wie werden sozusagen vor (fast) vollendete Tatsachen gestellt. Die Meinungen und Bedenken vieler Moosdorferinnen und Moosdorfer werden dabei völlig außer Acht gelassen. Anscheinend kann man nicht mehr davon ausgehen, dass die Gemeindepolitik die Interessen der Bevölkerung wahrnimmt, sondern vielmehr jene diverser Investoren vertritt und bestärkt. Der allgemeine „Bauwahnsinn“ hat nun also auch unsere Gemeinde endgültig erreicht und wird für alle Zeiten das Wort „Ortsbild“ ad absurdum führen (wobei man davon in Moosdorf ja ohnehin schon längst nicht mehr reden kann!)
    Dieses „Mega-Prestige-Projekt“ findet meine Zustimmung in keinster Weise, einerseits was die Anzahl und Größe der Gebäude betrifft, vor allem aber die mehr als fragwürdige Lösung des Ein- u. Ausfahrens zur Tiefgarage und die damit verbundene allgemeine Verkehrssituation!
    Würde man mich fragen, würd‘ ich „NEIN, DANKE“ sagen.
    Edith Friedl

  2. Manfred Emersberger sagt:

    Liebe Edith,

    es tut mir leid, dass du dich nicht ausreichend eingebunden fühlst und ich möchte dir anbieten mit mir deine Sorgen bezüglich des Projektes zu besprechen. Wir sind bei der Projektentwicklung mit der Einreichung des Bebauungsplanes am Anfang eines noch langen Weges und ich habe mich stehts bemüht frühzeitig und umfassend über das vorgesehene Bauvorhaben zu berichten. Deshalb haben wir auch die Gemeinderatsitzung im März 2020 trotz Corona Beschränkungen öffentlich gemacht und für alle Einsehbar per Video im Internet übertragen.
    Mit der Investorengruppe um die Firma Zaltech haben wir schon einen Partner der auf die Belange der Nachbarn und auch die Gemeinde eingeht und dem es auch genauso wie der Gemeindevertretung und mir als Bürgermeister wichtig ist den Dialog mit der Moosdorfer Bevölkerung zu führen. Das am Areal der ehemaligen Firma Raml etwas geschehen wird und muss ist eindeutig zu erkennen. Moosdorf hat einen schwierigen Stand zwischen den wirtschaftlichen Schwergewichten Eggelsberg und Lamprechtshausen. Das ist schon allein daran zu erkennen wie viele Leerstände es mittlerweile entlang der B156 in unserem Hauptort Moosdorf gibt. Und mit den Pensionierungen unserer bisherigen Nahversorger wird es noch mehr werden und davon ist auch das Areal „Raml“ betroffen. Ich möchte nicht wissen, was die Bevölkerung sagen würde, wenn ich als Bürgermeister dies einfach hinnehmen würde und unseren Ort verkümmern ließe.
    Es geht darum für Moosdorf die Nahversorgung aufrecht zu erhalten. Dabei spreche ich nicht nur vom Lebensmittel Einzelhandel sondern auch von betreubarem Wohnen, von einem regionalen Bauernmarkt. von kleinen Geschäften wie Blumenhandel und Dienstleistungsbetrieben wie einem Frisör.

    Das ein Projekt dieser Größenordnung Auswirkungen auf unser Erscheinungsbild haben wird ist uns klar und daher haben wir die Ortsbildkommission von der Raumordnungsabteilung der OÖ Landesregierung für ihre fachliche Hilfestellung eingebunden. Für die Verkehrslösung wurde in Abstimmung mit der OÖ Landesstraßenverwaltung ein Büro aus Linz zur Planung der Zu- und Abfahrt zum Areal beauftragt. Aber ich verstehe dich sehr gut, da ihr mit eurem Gebäude gegenüber ja direkt von der Situation betroffen seid. Und daher möchte ich nochmals meine Einladung zum Dialog aussprechen, damit wir deine Sorgen und Ängste aufnehmen können und auch in unsere Überlegungen mit einfließen lassen können.

    Liebe Grüße
    Manfred Emersberger
    Bürgermeister der Friedensgemeinde Moosdorf

  3. Georg Peterlechner sagt:

    Servus Edith, dein Kommentar gibt die Meinung der Bevölkerung wieder.
    Viele Experten warnen vor zu viel Verbauung, im Moosdorfer Gemeinderat ist das aber noch nicht angekommen.
    Der Flächenfraß wütet.

  4. Manfred Emersberger sagt:

    Lieber Georg,
    ich denke, dass eure Wortmeldungen sicherlich die Gedanken des einen oder anderen Moosdorfers wiedergeben. Ich glaube aber nicht, dass eine Formulierung wie „die Meinung der Bevölkerung“ hier korrekt wäre. Der Gemeinderat ist tatsächlich in seiner Struktur und Zusammensetzung das was die Bevölkerung repräsentiert. Und auch die entsprechenden Versammlungen zu diesem Thema waren unter großer Teilnahme der Bevölkerung – aber auch hier zeigte sich nicht, das hier genannte Stimmungsbild.
    Und gerade um möglichst keine zusätzliche Fläche zu versiegeln, sondern den Ort im Kern zu stärken und bereits bebaute Flächen zu nutzen und einem neuen Zweck zuzuführen ist das von Edith hier angesprochene Projekte schon in einer ganz frühen Phase örtlich verschoben worden – eben auf die nun geplanten Gründe der Firma Raml. Insofern ist das Thema Bodenversiegelung als Problem dem Gemeinderat sehr bewusst und er hat genau das auch in die Überlegungen mit einbezogen. Das nur zur sachlichen Darstellung der Dinge. Ansonsten gilt mein Angebot, dass jeder der hier noch Sorgen oder Fragen hat sich jederzeit an mich wenden kann.
    Liebe Grüße
    Manfred Emersberger

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